2025

Nachrichten

Amédée Murisier, Präsident Präsidium nach dem Rotationsprinzip: Koketterie oder Teil im Puzzle von HYDRO?

Die Gründer von HYDRO verankerten im Aktionärsvertrag den Grundsatz eines turnusmässigen Präsidiums. Deshalb trete ich mein Amt voller Zuversicht ab.

Nachricht des Präsidenten
Matthias Gäumann, Direktor „Die Sicherheit und die maximale Verfügbarkeit der Anlagen sind unsere Prioritäten“

Matthias Gäumann hat am 1. August 2025 seine neue Stelle als Direktor von HYDRO angetreten. Während in der Rubrik «Fokus» dieses Berichts sein Aktionsplan im Detail erläutert wird, legt er hier seine Überlegungen dar.

Nachricht des Direktors

Matthias Gäumann und Amédée Murisier blicken auf das Geschäftsjahr 2025 zurück und geben einen Einblick in die Entwicklungsschwerpunkte, die Höhepunkte und die Ziele bei HYDRO.

KENNZAHLEN 2025

0
Mitarbeitende

davon
229 in 11 Betriebsgruppen (GEH)
47 in unseren zentralen Werkstätten
98 Ingenieure
53 Support-Funktionen
31 Lernende

0 , 0 ,
Mio.

Umsatz (CHF)

0 0 0 0
Franken

für Weiterbildung ausgegeben

0 0 0 0
Franken

in das Lehrlingsausbildungszentrum investiert

0
Standorte

werden von HYDRO Exploitation betrieben, vom Rhonegletscher bis zum Waadtländer Jura

0

der gesamten schweizerischen Wasserkraftenergie

0

der Walliser Wasserkraft

0
ausgeführte Projekte

645'486 geleistete Arbeitsstunden im Rahmen dieser Projekte

0
Aktionäre

Grande Dixence SA (35%)
Alpiq Suisse SA (26,2%)
FMV SA (26,2%)
Romande Energie Holding SA (7,6%)
Forces Motrices de la Gougra SA (5%)

Highlights 2025

Das Jahr 2025 war geprägt vom Eintritt eines neuen Direktors, der Integration einer neuen GEH sowie von Grossbaustellen. Die einzelnen Monate im Überblick.

Monate

Fokus

Neue Struktur für mehr Agilität

100 Tage nach seinem Dienstantritt hat der neue Direktor Matthias Gäumann seine Vision und seine Ziele für HYDRO dargelegt: Vonnöten ist eine agile Struktur mit mehr Nähe zu Partnern und Betriebsgruppen, um künftige Herausforderungen gezielt anzupacken.

Weiterlesen

Sie sind HYDRO

Thomas Luyet

Verantwortlicher Sicherheit der Informationssysteme
„Analog zu den einstigen Befestigungsanlagen von Städten stützt sich Sicherheit auf eine gemeinsame Vision und mehrere Verteidigungslinien. Wenn IT und Betriebstechnologien (OT) einander angenähert werden und Cybersicherheit unmittelbarer in die Governance eingebunden wird, stärkt die neue Organisation unsere Fähigkeit, unsere Infrastrukturen zu schützen und Risiken vorwegzunehmen.“

Carole Sunier

Verantwortliche Einheit Kommunikation und Marketing
„Kommunikation und Marketing stärker und frühzeitig in Projekte, Entscheidungsprozesse und Geschäftsgang einbinden? Davon träumt jeder Verantwortliche für Marketing und Kommunikation! Mit ihren 500 Mitarbeitenden spielt HYDRO ohne Zweifel in der obersten Liga. Und da gibt es viel zu erzählen, Kompetenzen hervorzuheben und Personen und Know-how zu würdigen. Ich empfinde die Aufgabe an der Spitze dieser neuen Einheit als sehr reizvoll und freue mich darauf, Brücken zwischen allen Akteuren zu schlagen.“

Raphaël Zufferey

Leiter Zentrale Werkstätten
„Die Verlegung der Zentralen Werkstätten von der Abteilung Operations und Maintenance in die Abteilung Engineering und Lösungen, die vorwiegend auf Engineering fokussiert ist, wird von der gesamten Einheit positiv aufgenommen. Waren wir bisher dafür zuständig, die GEH bei Überlastungen zu verstärken, fungieren wir künftig als lokale Ressourcen der technischen Einheiten. Diese Entwicklung wird uns ermöglichen, ab den ersten Studienphasen eingebunden zu sein und unmittelbarer zum Gelingen der Projekte beizutragen.“

Steve Pralong

Verantwortlicher Einheit Finanzen, Sekretär des Verwaltungsrats und Risk Manager
„Die direkte Zuordnung des Bereichs Finanzen zum CEO erhöht die Reaktionsschnelligkeit und die Qualität von Entscheidungen, wenn es um die Herausforderungen des Unternehmens geht. Diese Nähe fördert einen flüssigen Dialog und eine bessere Verzahnung zwischen Governance, Risikomanagement und finanziellen Herausforderungen. Mir selbst ermöglicht diese Konstellation, unmittelbarer zur Zuverlässigkeit der Governance beizutragen und den Bereich Finanzen als Schlüsselkomponente für die wirtschaftliche Leitung der einzelnen Abteilungen zu positionieren.“

Diego Imhof

Leiter GEH Massa-Goms und Mitglied vom Vorstand Operations und Maintenance
„Der neu erstellte OM-Vorstand bietet zahlreiche Chancen, die Abteilung Operations und Maintenance konsequent weiterzuentwickeln. Die GEH's sind geografisch vom Oberwallis bis zum Waadtländer Jura verteilt. Der Vorstand OM ist dafür zuständig, den Informationsaustausch unter den GEH’s zu steigern. Wir entwickeln gemeinsam mit dem Leiter OM nachhaltige und langfristige Konzepte, um die zukünftigen Bedürfnisse abzudecken.“

Seit 2003: Fulminanter Aufstieg

Chronologische Meilensteine

2002
Vertragsabschluss

Das Unternehmen HYDRO Exploitation SA wird von drei grossen Anlageneigentümern gegründet: der Grande Dixence SA, der EOS Holding SA (heute Alpiq Suisse SA) und der FMV SA. Daraus entsteht das erste Schweizer Unternehmen, das sich ganz dem Betrieb von Wasserkraftwerken verschreibt. Somit besteht die erste Aufgabe von HYDRO zunächst im Management der Wartung und Betriebs der Wasserkraftwerke seiner Gründer.

2003
Entstehung

Auch wenn das Unternehmen juristisch gesehen im Juni 2002 gegründet wird, ist 2003 das eigentliche Entstehungsjahr, denn erst jetzt werden die Mitarbeitenden und Teilhaber in einer Organisation zusammengeführt. Im Januar 2003 werden die Zügel des neuen Unternehmens in die Hände von Peter Klopfenstein gelegt, dem damaligen Vizepräsidenten von Andritz Hydro.

2004
SAP-System

Das junge Unternehmen implementiert ein integriertes Managementsystem für die Leitung sowie für die Wartung und Instandhaltung der Wasserkraftwerke unter verschiedenen Managementaspekten. Das SAP-System (Verwaltung der Geschäftsprozesse) wird eingeführt, und mit ihm die Module Managementkontrolle, Einkauf-Verkauf und Accounting. Eine gewaltige Leistung in so kurzer Zeit!

2005
Management

Einführung einer Matrixfunktionsweise und eines projektbasierten Managements. Die Kompetenzen werden neu geordnet und zu spezialisierten Einheiten zusammengefasst. So können die Projektleitenden nach Zielsetzung ausgewähltes Know-how hinzuziehen.

2007
Einrichtung der Werkstätten

Die erste Bauphase der heutigen Zentralen Werkstätten in Martigny wird eingeleitet.
Romande Energie Holding SA schliesst sich dem Konzept der HYDRO an und überträgt ihr ihre Anlagen im Chablais und im Waadtländer Jura. Die Mitarbeitenden der Kraftwerke werden übernommen, und die Holding steigt ins Aktienkapital ein. HYDRO übernimmt auch die Mitarbeitenden und das Geschäft von Alp-Hydro, einem auf die Revision von Turbinenrädern spezialisierten Unternehmen.

2008
Der Kundenkreis weitet sich

Der Verkauf an Drittkunden, d. h. an Unternehmen, die keine Aktionäre (mit Rahmenvertrag) sind, wird lanciert. Ein Leistungsportfolio wird erstellt. Das Risikomanagement erhält die Zertifizierung nach der Norm ONR 49001/ISO 31000.

2009
Auf Innovationskurs

Schaffung einer eigenen internen Innovationsabteilung, die den Auftrag erhält, das Unternehmen mit neuen, leistungsfähigen Instrumenten auszustatten. Daraus entstehen Dienstleistungen wie Bathymetrie, Unterwasser-Inspektion, Finite-Elemente-Berechnungen usw.
EOS, die Aktionärin von HYDRO Exploitation, und Atel schliessen sich zur Alpiq Suisse SA zusammen.

2011
Beitritt von FMG

Les Forces Motrices de la Gougra SA, die bisher Teil der Atel Gruppe waren, stossen zum Aktienkapital von HYDRO Exploitation und übertragen gleichzeitig ihre Anlagen und Betriebsmitarbeitenden.
Nach einer Reihe von Personalintegrationen und dem Aufschwung der Branche zwischen 2010 und 2011 zählt HYDRO jetzt nicht weniger als 510 Mitarbeitende. Ein Rekord.

2011
Die Werkstätten starten durch

Die Werkstätten in Martigny können voll durchstarten: Die Räderrevisionsaktivitäten in Chippis (bisher Alp-Hydro), Zmutt und Les Haudères werden zusammengelegt; das Analyselabor in Chamoson muss verlegt werden. Daraus entstehen ausgedehnte Werkstätten in Vorziers-Quartier von Martigny, die alle diese Aktivitäten abdecken. So kann das Unternehmen seiner wachsenden Kundschaft multidisziplinäre Kompetenzen an einem einzigen Standort anbieten.

2013
10 Jahre HYDRO

HYDRO feiert sein zehnjähriges Jubiläum. Verschiedene Aktivitäten werden organisiert, darunter der denkwürdige Aufstieg auf das Breithorn (4164 m), an dem sich 74 Mitarbeitende freiwillig beteiligen.
Weiterer Höhepunkt: Alle Mitarbeitenden helfen einen Tag lang mit, den Weg entlang der Suone von Vex für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich zu machen.

2014
Valais excellence

Mit Les Forces Motrices de l’Avançon SA wird ein Rahmenvertrag abgeschlossen. HYDRO Exploitation übernimmt die Verwaltung ihres Kraftwerks in Bex sowie die dort tätigen Mitarbeitenden. Das Unternehmen erhält die Zertifizierung «Valais excellence».

2015
Anpassung der Organisation

Die Organisation von HYDRO wird von 6 Abteilungen auf 3 angepasst.
Elmar Kämpfen übernimmt die Leitung des Unternehmens und verleiht ihm einen neuen Schwung.

2017
Wachstum und Anerkennung

Das neue Wasserkraftwerk Gletsch-Oberwald von FMV, welches das Schmelzwasser des Rhonegletschers nutzt, wird Ende des Jahres in Betrieb genommen. Sein Betrieb wird HYDRO Exploitation anvertraut.
Das Analyselabor für chemische Substanzen, das in den Zentralen Werkstätten in Martigny angesiedelt ist, erhält die Akkreditierung nach ISO/IEC 17025 (Analyse von Isolier- und Schmierölen).

2018
Sicherheit hat Priorität

HYDRO Exploitation erhält die Zertifizierung ISO 45001 für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz.

2020
HYDRO-Werte

HYDRO-Werte wurden gemeinsam in Workshops erarbeitet. Nämlich: Fluidität, Vertrauen, Offenheit, Zuhören und Nachhaltigkeit. Ziel ist es, ein anregendes Arbeitsumfeld für eine gute Zusammenarbeit zu schaffen, und in dem sich jeder anerkannt, erfüllt und engagiert fühlt.
HYDRO beteiligt sich an der Inbetriebnahme des Pumpspeicherkraftwerks von Nant de Drance.

2021
Hydro Alps Lab

ALPIQ, FMV, HYDRO und die Hochschule für Ingenieurwissenschaften HES-SO Valais-Wallis vereinen ihre Kräfte und gründen das Hydro Alps Lab, ein Forschungslabor zur Förderung der Fachkompetenzen im Bereich Wasserkraft. Dem Labor wird für die ersten 5 Jahre ein Budget von 2 Millionen Franken zugesprochen.

2023
20-jähriges Jubiläum

Zum 20-jährigen Jubiläum beschliesst HYDRO, Ideen der Mitarbeitenden zu würdigen. Daraus geht vor allem der Wunsch hervor, sich für Vereine zu engagieren. Auf diese Weise werden 700 Stunden Freiwilligenarbeit geleistet, die von HYDRO in Geld umgewandelt und finanziert werden: 35'000 Franken werden an Vereine ausbezahlt. Weitere Aktivitäten im Jubiläumsjahr sind drei Tage der offenen Tür, ein grosses Konzert sowie Aktivitäten im Bereich Naturschutz und Pflege des kulturellen Erbes.

2024
Übernahme von Nant de Drance

Der Verwaltungsrat und die Direktion der Nant de Drance SA (NDD) beauftragen HYDRO mit dem Unterhalt und dem Betrieb ihres Pumpspeicherkraftwerks ab dem 1. Januar 2025. Dieses Mandat wurde bis dahin von der SBB wahrgenommen. Das bisherige Team bleibt bestehen und wird zur 11. GEH (Wasserkraftwerkanlage) von HYDRO, wodurch die Kontinuität der Aktivitäten und der Erhalt des Wissens gewährleistet werden.

2025
Neuer Direktor am Ruder

Am 1. August 2025 übernahm Matthias Gäumann als Nachfolger des in den Ruhestand getretenen Elmar Kämpfen die Zügel von HYDRO. Der zweisprachige (Fr-De) Ingenieur und promovierte Techniker, der seine Freizeit am liebsten auf dem Wasser und in den Bergen verbringt, hatte zuvor verschiedene Leitungsfunktionen inne, unter anderem als COO an der EPFL. Bereits zum Jahresende legte er eine organisatorische Neuausrichtung vor, um eine neue Strategie umzusetzen.